Der Ort des Geschehens

Wer an dieser Stelle einen ähnlich ausführlichen Bericht, wie den übers Kartoffelhaus erwartet, der sei an dieser Stelle mal bitte zutiefst enttäuscht! Es geht um das legendäre Beltane Festival das alljährlich in der Nacht zum 1. Mai zelebriert wird. Über Ursprung und Bedeutung mehr bei Wikipedia.

Den 1.Mai also mal ganz anders zelebriert. Denn statt fliegender Steine auf eine übermächtige Staatsmacht gab’s trippige Höhenflüge beim rituellen Sprung über das Freudenfeuer, welcher einem Liebe, Fruchtbarkeit und Wachstum für das Jahr bescheren soll.

Alles in allem waren die drei Tage auf dem Recknitzberg eine unaussprechlich schöne aber auch anstrengende Erfahrung in kleinem familiärem Rahmen. Wie erwartet wurde es auch tatsächlich ein Trip für die Seele. Fernab jeglicher zivilatorischer Zwänge und Einschränkungen konnte hier jegliche Sinn nach „Unanständigem“ nachgegangen werden. Freiheiten gönnte man sich grenzenlos und so wurde es ein wahres Fest der Sinne! … Ein Traum und wohl deshalb nahezu nicht zu beschreiben!

 

 

Im Gegensatz zu sonst entschieden wir uns heute überraschend für die kostenintensivere Alternative zum üblichen Fast Food, denn: Ein besonderer Tag erfordert ein auf besondere Art und Weise erzeugtes Sättigungsgefühl in möglichst ansprechendem Ambiente. Was genau der besondere Anlass sein sollte schien bis eben unklar. Und auch, dass es sich überhaupt um einen handelt war noch vor Stunden beinah abwegig. Doch je mehr wir uns gedanklich mit der bevorstehenden Reise befasst haben, umso deutlicher kristallisiert sich: Es wird ein einmaliges Erlebnis. Nicht nur ein gewöhnlicher Ausflug ins Mecklenburger Umland. Nein! Es wird ein Fest, ein Trip, eine Hommage an die Seele – gemeinsam mit ca 50 bis 100 anderen Erlesenen die das gleiche Ziel haben – Beltane!

 

 

Der Trägheit halber, schließlich hat man nicht viel Schlaf bekommen in der vorangegangenen Nacht, fiel die Wahl auf das wenige hundert Meter entfernte Kartoffelhaus am Stadthafen. Bereits vor einigen Wochen ertappten wir uns, wie wir im Vorbeigehen unauffällig die, wie üblich auch außen platzierte, Speisekarte studierten und uns beim Gedanken an Ofenknollen und Bauernfrühstück der Speichel floss.

 

Mit ähnlichen Gelüsten gefüllt, trieb es uns gen Silos, wo ein überdimensioniertes Hinweisschild am Eingang des Gasthauses auf die, allem Anschein nach bereits eingeläutete, Spargelsaison aufmerksam machte. Mein Verlangen nach Spargel entfachte sich plötzlich dermaßen, dass ich am liebsten sofort die Zigarette danach genossen hätte.

 

Nun folgt der unangenehme Teil: Den Rest des Beitrags lesen »